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Sichtbarkeitsindex - was ist das?

Was ist der Sichtbarkeitsindex?

Der Sichtbarkeitsindex ist ein Indikator für die Sichtbarkeit einer Website in den Suchergebnissen einer Suchmaschine, wie beispielsweise Google oder bing. Je höher der Wert ist, desto besser ist die Sichtbarkeit und desto mehr Besucher generiert die Website erwartungsgemäß über die organische Suche.

Wie wird der Sichtbarkeitsindex berechnet?

Der Sichtbarkeitsindex berechnet sich auf Basis der Keywords, für die eine Website in den Suchergebnissen ausgegeben wird. Dabei spielt es zudem eine Rolle, wie viel Suchvolumen das jeweilige Keyword aufweist und welche Position die Website für das entsprechende Keyword besetzt. Eine Position eins für ein Keyword mit hohem Suchvolumen ist demnach „wertvoller“ als Position zehn für ein Keyword mit geringem Suchvolumen.

Verschiedene Tools können den Sichtbarkeitsindex abbilden. Da jedoch unterschiedliche Grundlagen, wie beispielsweise unterschiede Keyword-Datenbanken, bestehen, kann die Sichtbarkeit zwischen den verschiedenen Tools variieren. Es gibt daher auch nicht den Sichtbarkeitsindex. Wenn Sie die Sichtbarkeit von verschiedenen Websites vergleichen möchten, sollen Sie auf die Daten des selben Tools zurückgreifen.

Welcher Sichtbarkeitsindex ist gut?

Eine pauschale Aussage zu treffen, ab welchem Wert ein Sichtbarkeitsindex gut ist, ist schwer. Wichtig ist, dass sowohl vergleichbare Wettbewerber als auch die historische Entwicklung in Betracht gezogen werden.

Wie viel Sichtbarkeit eine Website erreichen kann, hängt letztendlich von ihrem Thema und der Breite, Tiefe und Popularität der Inhalte ab. Die Sichtbarkeit eines großen Online Shops wie Amazon, der alle möglichen Produkte verkauft, wird immer größer sein, als die eines Online Shops, der sich auf den Verkauf von Knöpfen spezialisiert hat.

Schwierigkeiten bei Nischenseiten

Schwierig ist die Beurteilung von Nischenseiten mit Tools, die offene Datenbanken nutzen. Die behandelten Themen werden von den Keyword-Datenbanken oftmals gar nicht oder nur schlecht abgedeckt. Es wirken sich nur wenige Keywords auf die Sichtbarkeit aus, was zur Folge hat, dass Nischenseiten mit den offenen Datenbanken in diesen Tools niemals eine gute Sichtbarkeit erreichen können.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich Keywords, die ein hohes Suchvolumen aufweisen, aber nicht relevant für das Geschäftsfeld der Seite sind, eine sehr dramatische, aber irrelevante Auswirkung auf die Sichtbarkeit haben können. Gibt ein Unternehmen beispielsweise Referenzen an und rankt immer wieder für das Keyword „referenzen“, kann die Sichtbarkeit sehr große Sprünge noch oben und unten machen. Für das eigentliche Geschäftsfeld ist dies jedoch völlig unerheblich.

Abhilfe schaffen in diesem Fall Tools, die die Definition eines Keyword-Sets ermöglichen. Die Sichtbarkeit wird dann nur auf Basis der eingetragenen Keywords berechnet. Geeignete Tools sind hierfür beispielsweise Searchmetrics oder Advanced Website Rankings (AWR).

Mehr Sichtbarkeit bedeutet nicht automatisch mehr Traffic und Conversions

Der Sichtbarkeitsindex ist nur eine Kennzahl von vielen innerhalb des SEOs, um umgesetzte Maßnahmen zu kontrollieren. Ein Anstieg in der Sichtbarkeit heißt nicht automatisch, dass auch mehr Besucher auf die Website gelangen und auf mehr Conversions generiert werden. Es ist auch möglich, dass die Sichtbarkeit steigt, der Traffic jedoch sinkt.

Der Sichtbarkeitsindex sollte daher eher für Tendenzen genutzt werden. Wichtigere KPIs zur Maßahmenüberprüfung stellen eher Werte wie Traffic, Absprungraten und die Verweildauer dar.

Wie kann der Sichtbarkeitsindex ermittelt werden?

Die Sichtbarkeit kann mit verschiedenen Tools ermittelt werden.

Kostenloses Tool zur Ermittlung der Sichtbarkeit: Google Search Console

Die Google Search Console ermittelt per se zwar keinen Sichtbarkeitindex, gibt jedoch detaillierte Auskunft darüber, für welche Keywords die Website wie oft sichtbar war (Impressionen), wie oft sie angeklickt wurde (Klicks) und auf welcher durchschnittlichen Position das Keyword gerankt hat. Zudem berechnet die Search Console die Click-Through-Rate (CTR) der Keywords, also das Verhältnis von Impressionen zu Klicks.

Die Google Search Console übermittelt daher wichtige Informationen zur Sichtbarkeit und zum Traffic einer Website.

Kostenpflichtige Tools zur Ermittlung der Sichtbarkeit

Searchmetrics stellt ein umfassendes, kostenpflichtiges Tool für die Suchmaschinenoptimierung zur Verfügung. Searchmetrics bietet sowohl eine offene Keyword-Datenbank, als auch einen Projektbereich, mit Keywords, die selbst festgelegt werden können. Die offene Datenbank enthält 700 Millionen Keywords, welche wöchentlich gecrawlt werden und somit den Sichtbarkeitsindex für jede beliebige Domain bilden.

Weitere kostenpflichtige Tools sind beispielsweise Sistrix, SEMrush oder Xovi.

Wie kann der Sichtbarkeitsindex erhöht werden?

Um den Sichtbarkeitsindex zu erhöhen ist es nötig relevante Inhalte auf der Website zu veröffentlichen und diese auch im Internet bekannt zu machen (Stichwort: Linkbuilding). 

Für Online Shops bietet sich zum Beispiel ein begleitender Ratgeber an, der zu den Produkten und rund um das Thema informiert. Ein Online Shop für Leuchtmittel könnte beispielsweise zu Einrichtungsideen und technischen Fragestellungen (Lampen anschließen, Halogen gegen LED tauschen etc.) beraten.

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