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Google Analytics: Absprungrate korrigieren mit dem Google Tag Manager

Die Neuausrichtung der Online-Strategie ist häufig mit einem kompletten Relaunch der Website verbunden. Beyond Media begleitet regelmäßig Umbauprojekte oder ist direkt für die Umsetzung verantwortlich.

Bei einem unserer Kunden fand kürzlich ein Relaunch der Corporate-Seite statt. Mit einem modernen Design und einer verbesserten Struktur sollte die Nutzerfreundlichkeit verbessert werden. Das Hauptaugenmerk lag auf der Startseite. Hier wurden die vorhandenen Informationen unter Usability-Gesichtspunkten neu angeordnet. Die Besucher sollten durch mehr Übersicht klarer und zielgerichteter angesprochen werden.

Nach dem Relaunch stieg die Analytics Absprungrate der Startseite deutlich an. Eine qualifizierte Interpretation fiel zunächst schwer. Laut der offiziellen Dokumentation von Google Analytics handelt es sich bei der Absprungrate um den prozentualen Anteil an Besuchern, die ihre Sitzung ohne eine einzige Interaktion wieder beenden. Auch wenn sich ein Besucher auf der Startseite befindet, für längere Zeit mit dem Inhalt befasst und sie anschließend wieder verlässt, wird das von Analytics als Absprung erfasst.

Aus dieser Situation entstand die Frage nach einem Weg, um die Aussagekraft der Absprungrate zu erhöhen. Die neue Absprungrate sollte berücksichtigen, wie viele Besucher sofort abspringen und wie viele sich tatsächlich mit dem Inhalt auf der Startseite beschäftigen.

Eine Möglichkeit, um Interaktionen zu erzeugen, stellt das Event-Tracking von Google Analytics dar. Wenn ein Event gemessen wird, ist dies eine Interaktion. Ein anschließendes Verlassen der Website wird von Analytics nicht als Absprung gewertet. Ein Event kann auch dann ausgelöst werden, wenn ein Besucher eine gewisse Zeit auf einer Seite verbleibt. 30 Sekunden gelten als angemessenes Fenster, um davon auszugehen, dass eine Auseinandersetzung mit dem Inhalt der Seite stattgefunden hat.

Da unser Kunde den Google Tag Manager einsetzt, konnte dies mit einem setTimeout-Event im Handumdrehen realisiert werden. Im Folgenden erfahren Sie, wie dieses Event angelegt wird:

Zunächst muss ein Tag mit treffender Bezeichnung angelegt werden, beispielsweise „Verweilzeit 30 Sekunden“. Als Typ bietet sich „Benutzerdefiniertes HTML-Tag“ an. Folgender Code wird hierzu im Eingabefeld für HTML-Codes platziert:

<script>

setTimeout(“dataLayer.push({ ‘event’: ‘GAEvent’, ‘eventCategory’: ‘NoBounce’, ‘eventAction’: ‘Over 30 seconds’ })”, 30000);

</script>

Zum Auslösen muss eine Regel mit der Bedingung „{{event}} ist gleich gtm.dom“ angelegt werden.

Weiter geht es mit dem Anlegen der Makros. Diese dienen dem Event-Tag später als Parameter. Als erstes sollte ein Makro mit dem Namen „Event Kategorie“ angelegt werden. Als Makro-Typ empfiehlt sich „Datenschichtsvariable“ und als Bezeichnung „eventCategory“.

Als letztes muss ein Makro für „Keine Interaktion“ und einer Bezeichnung wie „nonInteraction“ angelegt werden.

Der abschließende Tag Manager-Tag sollte nun das Event definieren, welches nach 30 Sekunden abgefeuert wird. Es wird ein neues Tag angelegt, welches entweder den Typ klassisches oder universelles Analytics beinhaltet. Als Erfassungstyp wird „Ereignis“ ausgewählt. Für die Parameter „Kategorie“ und „Aktion“ werden die erstellten Makros „Event Kategorie“ und „Event Aktion“ ausgewählt. Bei einem Klick auf den Baustein auf der rechten Seite werden alle Makros aufgezeigt. Bei der Spalte „Keine Interaktion“ wird das Makro „Keine Interaktion“ ausgewählt, das ebenfalls bereits angelegt wurde.

Nun fehlt nur noch die Regel, die festlegt, wann das Tag gefeuert wird. Dies geschieht mit einem Klick auf den Button „+Hinzufügen“ rechts über der Auslösungsregel. Im genannten Beispiel wurde die Bezeichnung „Analytics Event“ gewählt. Die Bedingung hierbei muss „{{event}} ist gleich GAEvent“ lauten.

Abschließend muss das Tag nur noch gespeichert und nach Erstellen einer neuen Version veröffentlicht werden.

Die Analytics Absprungrate sank im genannten Beispiel von 73 % auf 44 %. Die angepasste Absprungrate hilft dabei, die Nutzer der Website besser zu verstehen und Optimierungsmaßnahmen zu bewerten. Der Einfluss der neuen Website auf die User kann besser bewertet werden. Als erfahrene SEO-Agentur stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, um Ihre Online-Präsenz zu optimieren – zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

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