SEO

14 Fehler beim Website Relaunch, die Sie Rankings kosten

Ein Website Relaunch steht bevor und Sie möchten sichergehen, dass Ihre Website keine wichtigen Rankings verliert, die Sie mühsam aufgebaut haben? Gerade bei größeren Internet-Projekten können auch kleine Fehler schnell eine Kettenreaktion auslösen, die am Ende Rankings kosten. Wichtige Punkte, die es bei einem Relaunch unbedingt zu beachten gilt, möchten wir euch im Folgenden näherbringen. Immer im Blick: Beim Website Relaunch SEO beachten! Wir sprechen als Internetagentur im Raum Stuttgart & Heilbronn aus jahrelanger Erfahrung.

 

1. Kein Backup der alten Website

Ein drastischer Schritt, wenn alle Stricke reißen, aber dennoch ist es durchaus sinnvoll eine Sicherung der alten Website in der Hinterhand zu haben. Welche Maßnahmen schief laufen können und am Ende wichtige Rankings kosten, sehen Sie im Folgenden.

2. Fehlende oder falsche Weiterleitungen

Der wohl wichtigste Punkt bei einem Relaunch sind die Weiterleitungen von der alten URL-Struktur auf die neue. So reicht schon eine Umstellung auf https aus, um diesen Schritt eines Website Relaunchs unabdingbar zu machen. Gearbeitet werden muss in jedem Fall mit einer 301-Weiterleitung (permanente Weiterleitung), um Google zu signalisieren, dass die alte URL dauerhaft unter der neuen URL zu finden ist. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Rankings der alten Website auch vollständig übernommen werden.

An dieser Stelle sind nicht nur interne Verlinkungen, sondern auch Backlinks von externen Seiten zu berücksichtigen. Führen diese nämlich ins Leere, so erhält der Google Bot eine 404-Fehlermeldung und der Link Juice wird nicht an die neue Domain bzw. URL weitergegeben. Somit sollte man beim Relaunch einer Website auch noch prüfen, ob mit den eingestellten 301-Weiterleitungen auch wirklich alle alten Links ordnungsgemäß weitergeleitet werden.

3. Falsche Linkstruktur

Ein neues Design und eine SSL-Verschlüsselung reichen oftmals nicht aus, wenn man einen Relaunch der eigenen Website durchführen möchte. Auch die Linkstruktur sollte betrachtet werden. Man sollte sich fragen, ob die einzelnen Verzeichnisebenen sinnvoll aufgeteilt und ob Kategorien passend gewählt sind. Dabei dürfen die Links nie zu lang und die Klicktiefe nie zu tief werden. Übertreibt man es hier und möchte mit zu vielen Unterverzeichnissen für Ordnung sorgen, ist es schwieriger für Suchmaschinen die Website zu crawlen und für Nutzer schwieriger zu navigieren.

4. Meta-Daten werden nicht übernommen

Jede Ihrer Seiten sollte einmalig sein; so sind auch die Meta-Daten für Snippets nicht von der Stange. Achten Sie darauf, dass alle Meta-Informationen ordnungsgemäß übernommen werden. Gerade beim Wechsel zu einem neuen Content Management System sind solche Informationen schnell verschwunden. Bei vielen Unterseiten kann dieser Schritt zwar viel Arbeit kosten, doch am Ende wird es sich für Sie und Ihre Rankings lohnen.

5. Relevanten Content oder interne Verlinkungen nicht übertragen

Sie überarbeiten Ihre Seite sowohl optisch als auch technisch? Vergessen Sie dabei nicht Ihren Content und all Ihre internen Verlinkungen zu überprüfen. Relevanter Content sollte weiterhin auf Ihrer Website zu finden sein, während weniger wichtige Inhalte vielleicht aktualisiert oder sogar gelöscht werden können. Achten Sie darauf, dass interne Verlinkungen stets einwandfrei funktionieren und gut gesetzt sind. In diesem Schritt können Sie gerne noch prüfen, inwieweit weitere Verlinkungen intern gesetzt werden können, um dem Google Bot wichtige Inhalte besser auffindbar zu machen.

6. H-Überschriften ohne erkennbare Struktur

Zusammen mit Ihrem Entwickler haben Sie ein neues Website-Design entworfen. Deutlich moderner und endlich wird Nutzerfreundlichkeit groß geschrieben! Doch lassen Sie die H-Überschriften nicht unbeachtet. Nicht nur optisch für den Nutzer, auch für die Suchmaschine müssen Überschriften technisch als solche erkennbar sein. Arbeiten Sie also ein Template aus, das Ihnen eine erkennbare H-Struktur von H1 bis H6 (in den meisten Fällen genügt auch H1 bis H4) auf jeder Seite ermöglicht.

7. Duplicate Content

Achten Sie nach der Umstellung auf https, zu einem neuen Design oder auf eine neue Domain auf Duplicate Content. Arbeiten Sie mit Canonical-Tags und stellen Sie sicher, dass Weiterleitungen korrekt funktionieren. Achten Sie auch während der Arbeit an der neuen Website auf eine Unterbindung der Indexierung, um somit Duplicate Content zu vermeiden. Möglichkeiten hierfür sind die robots.txt, ein Robots Meta Tag, das auf noindex gesetzt wurde oder ein Passwortschutz in der htaccess-Datei.

8. Hohe Ladezeit

Nur, weil Ihre alte Webseite in puncto Ladezeit gut performt hat, heißt es nicht, dass auch die neue Webseite schnell lädt. Achten Sie auf schlanke Codes und einen schnellen Server; gerade bei einem neuen Design oder einem Serverumzug kann sich die Leistung der Laderzeit deutlich verändern. Prüfen Sie die Ladegeschwindigkeit am besten noch während der Testphase.

9. Seiten sind von der Indexierung/Crawling ausgeschlossen

Ein kleiner aber nicht zu verachtender Punkt bei einem Website Relaunch besteht darin, die robots.txt-Datei vor dem Live-Gang nochmal auf Richtigkeit zu überprüfen. Waren während der Testphase noch entsprechende Disallow-Befehle für verschiedenste Verzeichnisse in der robots.txt zu finden, sollten diese vor dem Live-Gang entfernt werden, damit der Googlebot die Website wie gewünscht crawlen kann. Weiterhin sollten NOINDEX-Angaben im Meta Tag „robots“ geprüft werden, um zu vermeiden, dass die 301-Weiterleitungen auf NOINDEX-Seiten führen. Im schlimmsten Fall würde die alte Seite nach und nach aus dem Index fliegen, während die neue Website erst gar nicht indexiert wird.

10. Fehlendes Tracking, kein Monitoring, keine Kontrolle

Ziehen Sie auch Ihre Analytics-Codes mit in Ihre neue Webpräsenz um. Nur so können Sie die ersten und wichtigsten Daten abgreifen, die beim Live-Gang der neuen Webseite entstehen. Kontrollieren Sie regelmäßig auftauchende Fehlermeldungen und versuchen Sie Veränderungen in den Besucherstatistiken zu deuten.

Achten Sie unbedingt auf fehlerhafte URLs nach dem Website-Relaunch. Tauchen nach dem Relaunch 404-Fehler auf, so sind das oftmals Anzeichen für falsch umgezogene Verzeichnisse oder nicht korrekt angelegte Weiterleitungen. Behalten Sie Ihre URL-Fehler im Blick. In unserem anderen Beitrag zum Thema Relaunch finden Sie mehr Informationen zu fehlerhaften URLs nach einem „Neustart“ der eigenen Webpräsenz.

11. HTML wird nicht überprüft

Ihre Website sieht endlich modern und zeitgemäß aus, doch der HTML-Code, der dahinter steht, ist stark am alten Modell orientiert? Da hat sich der Entwickler wohl inspirieren lassen. Prüfen Sie den HTML-Code zusätzlich auf überflüssige Codezeilen, die die Website am Ende nur träger machen. Google mag keine langsamen Seiten. Werfen Sie auch einen Blick in unsere Übersicht der wichtigsten HTML-Befehle.

12. Die neue Website wurde nicht getestet

Testen ist ein wichtiger Punkt bei einem Website Relaunch, der nicht vernachlässigt werden darf. Nutzen Sie die Möglichkeit die Website auf einem separatem Server zu testen, um auftretende Fehler direkt ausbessern zu können. Nur so können Sie sicher sein, dass bei einem durchgeführten Relaunch auch wirklich alles wie geplant funktioniert und auch die Suchmaschine mit Ihrer neuen Web-Präsenz zufrieden sein wird.

13. Die neue Seite in der Search Console nich angemeldet

Melden Sie Ihre neue Website in der Google Search Console an und gehen Sie somit sicher, dass Google von Ihrem Relaunch erfährt. Über die Search Console können Sie eine neue Property festlegen, was auch bei einem Wechsel auf eine SSL-Verschlüsselung getan werden sollte. Reichen Sie außerdem eine neue Sitemap ein. Über „Abruf wie durch Google“ können Sie Google anstupsen, um die Indexaktualisierung zu beschleunigen.

14. „Wir sind fertig mit der Suchmaschinenoptimierung“

Ein Trugschluss, der nicht selten getroffen wird: Einmal SEO und dann war’s das! Das stimmt nicht ganz, denn Suchmaschinenoptimierung ist ein laufender Prozess, der begleitet und kontrolliert werden muss. Auch wenn Ihre Website nun gut aussieht und SEO-technisch auf dem aktuellen Stand ist, so kommen regelmäßig neue Einflussfaktoren wie neue Backlinks, Kategorien, Beiträge hinzu, auf die reagiert werden müssen. SEO sollte also fortlaufend betrieben werden, wenn auch dauerhaft gute Rankings beziehungsweise steigende Rankings erwartet werden.

Website Relaunch Checkliste

  • Backup erstellen
  • 301-Redirects erstellen
  • Linkstruktur prüfen
  • Meta Daten pflegen
  • Relevanten Konten prüfen und übertragen
  • H-Überschriften prüfen
  • Duplicate Content beheben
  • Ladezeiten minimieren
  • Indexierbarkeit und Crawlbarkeit testen
  • Tracking und Monitoring sicherstellen
  • HTML-Code bewerten
  • Testsystem einrichten und vor GoLive ausreichend analysieren
  • Website nach Launch bei Google anmelden
  • SEO in den fortlaufenden Prozess integrieren

 

Wir hoffen wir konnten Ihnen ein paar wichtige Tipps und Hinweise geben, dass auch Sie einen Relaunch Ihrer Website gut überstehen und keine wertvollen Rankings verlieren. Benötigen Sie Hilfe bei einem Website Relaunch oder möchten Sie sich ein Angebot für einen solchen einholen, dann sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne!