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Google bekommt Konkurrenz

Ende der Woche ging ein dezentes Rauschen durch den Blätterwald der Fachmagazine. Zu diesem Zeitpunkt wurde bekannt, dass Yahoo! Google als Suchmaschine im Browser Firefox ablöst. 10 Jahre lang war Google die Standard-Suchmaschine im Mozilla-Browser. An diesem Deal haben beide Seiten partizipiert. Mozilla ließ sich die Einbindung von Google gut bezahlen (anfänglich waren es 1 Euro für jede installierte Firefox-Version). Google bekam durch die Einbindung eine größere Reichweite.
Nun ist der damals geschlossene Vertrag nicht verlängert worden. Da Google verständlicherweise den eigenen Browser Chrome pusht, war es für Mozilla ein Risiko, sich auf die Fortführung des bestehenden Vertrags zu verlassen. Schließlich finanziert sich Mozilla fast ausschließlich über die Partnerschaft mit dem Suchmaschinenriesen.

(Quelle: Galit Weisberg, Shoze Blog)

Neuer Partner Yahoo!

Nach dem Auslaufen des Vertrags war mit dem Suchmaschinen-Pionier Yahoo! schnell ein Ersatz gefunden. Für Mozilla bedeutet die Zusammenarbeit mit Yahoo! ein Plus an Flexibilität. Yahoo! hingegen hat jetzt als Standardsuchmaschine in Firefox die Chance, seine Marktanteile zu verbessern. Aktuell krebst man (zumindest in Deutschland) bei weniger als 2% rum.

(Quelle seo-united.de)

Viele User werden sich über den Wechsel freuen, denn Yahoo! unterstützt über den Firefox-Browser die so genannte Do-Not-Track-Funktion, die die Aufzeichnung des Surf-Verhaltens verhindert. Vorerst gelten die Änderungen nur die USA, Firefox-Nutzer in Deutschland sind also derzeit nicht betroffen.

Auswirkungen auf SEO

Bei SEOs dürfte der Partnerwechsel auf deutlich mehr Interesse stoßen. Yahoo! arbeitet nämlich mit Microsofts Suchmaschine Bing zusammen. Hier gibt es einen Vertrag aus dem Jahr 2009. Dieser besagt unter anderem, dass Yahoo! die Suchmaschinen-Werbung für Großkunden betreut, während Bing für die Suchtechnologie verantwortlich ist. Bislang wurde Bing von den meisten SEOs ignoriert. Da der Firefox-Browser in Deutschland hohe Marktanteile hat, dürfte sich die Optimierung der Seiten für Bing/Yahoo! in ferner Zukunft lohnen. Zumindest sollte sie nicht vernachlässigt werden.

Wechsel auch bei Apple?

Letzte Woche setzte Apple noch einen drauf. Dort erwägt man ebenfalls einen Wechsel der Standard-Suchmaschine. Der mit Google geschlossene Vertrag läuft im nächsten Jahr aus. Bislang fuhr Apple zweigleisig. Für die normale Websuche im Webbrowser Safari setzte man auf Google, bei der Sprachassistentin Siri wurde Bing genutzt. Ob es hier zu einem Wechsel kommt, ist fraglich. 1 Milliarde Dollar pro Jahr lässt Google sich die Einbindung bei Apple kosten und der schwächelnde Suchmaschinen-Oldie Yahoo! ist hier nicht unbedingt eine sichere Einnahmequelle. Möglicherweise sind die gestreuten Meldungen auch nur der Beginn einer neuen Verhandlungsschlacht um Geld.



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