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Content für die Webseite

Wo lassen Sie Ihren Content schreiben?

In den seltensten Fällen haben Betreiber eines Onlineshops die Kapazitäten, die Texte für ihre Seite selbst zu schreiben. Eine Verlegenheitslösung besteht im Kopieren von fremden Seiteninhalten, gerade bei Produktbeschreibungen eine gängige Praxis. Doch damit schneidet man sich ins eigene Fleisch, denn Google erkennt diese Kopien sehr zuverlässig. Für gute Platzierungen helfen diese Texte daher nicht.

Webmaster mit knappem Zeitbudget entscheiden sich eher für die Auslagerung der Arbeit an freie Texter oder Textbörsen wie www.textbroker.de. Dort kann man bereits für wenige Cent pro Wort hochwertigen Content erstellen lassen. Wenn Sie sich jedoch dafür entscheiden, Ihre Texte selbst zu schreiben, sollten Sie diese einer genauen Prüfung unterziehen.

Verständlichkeit von Texten: der Flesch-Wert

Texte für das Web sollen verständlich sein, doch wie misst man die Verständlichkeit von Webtexten? Der gebürtige Österreicher Rudolf Flesch hat hierfür einen speziellen Lesbarkeitsindex entwickelt. Dieser sprachenabhängige Index bewegt sich in der Regel zwischen den Werten 0 bis 100. Dabei gilt, dass ein Text umso verständlicher ist, je höher der zugehörige Flesch-Wert ist. Die Formel, die Rudolf Flesch entwickelte, bezieht Merkmale wie Wortlänge, Satzlänge und die Länge von Silben in die Berechnung mit ein. Mehr Informationen zur Berechnung eines Indexwertes für die Lesbarkeit finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Lesbarkeitsindex.

Auf der Seite www.leichtlesbar.ch findet sich ein schönes Beispiel und ein Formular, mit dessen Hilfe man eigene Texte online prüfen kann.

Der Satz „Max sagt Lisa, dass er sie liebt.“ erhält demnach einen Flesch-Wert von 103, während der Satz „Maximilian, seine bisherige Zurückhaltung, ja Scheu überwindend, kann nicht länger umhin, Elisabeth seine tief empfundenen Gefühle zu gestehen.“ einen Wert von 1 hat, also schwerer zu verstehen ist.

Die Verständlichkeit eines Textes sollte sich am Inhalt und an der Zielgruppe orientieren. Der Content auf der Webseite einer Anwaltskanzlei, die Gesetztestexte kommentiert, wird nicht so leicht verständlich sein, wie der Content eines Onlineshops für Comic Hefte.

Textanalyse-Tools im Netz

Im Netz finden sich zahlreiche Online-Tools, mit deren Hilfe man seine Texte prüfen kann. Der Textinspektor (www.textinspektor.de) beurteilt die Verständlichkeit von Texten anhand eines eigenen Indexwertes und illustriert dies auch grafisch sehr ansprechend. Im nachfolgenden Beispiel haben wir dies mit einem Artikel aus einer Berliner Tageszeitung mit großen Buchstaben getestet.

Mehr Möglichkeiten bietet die Onlineanalyse auf www.stilversprechend.de. Hier können Sie auswählen, welche Faktoren bewertet werden sollen. Auch hier wird mit dem Flesch-Wert gearbeitet, der sich hier zwischen de Extremwerten Comic und Kant bewegt.

Sehr umfangreiche Analysen lassen sich mit dem Tool auf http://wortliga.de/textanalyse/ durchführen. Hier wird nicht nur die Lesbarkeit geprüft, sondern zahlreiche andere Faktoren, wie die Verwendung von Passivsätzen, Zeitformen oder Füllwörtern.

Fazit

Onlinetools unterstützen Sie beim Verfassen von Texten in vielfältiger Weise. Sie sollten sich allerdings nicht auf die Technik verlassen und den erstellten Content immer von mindestens einer anderen Person querlesen lassen.



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