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Blogserie No.2: Google Search Ads vs. bing Ads

Der Beyond Online Marketing Check 

Werbung im Netz ist essenziell. Doch während die Auswahl der Instrumente vor wenigen Jahren noch durch die wenigen vorhandenen Möglichkeiten begrenzt war, stehen Werbetreibende heute vor der Qual der Wahl. Neben den marktführenden Werberiesen Google und Facebook, gibt es immer mehr Kanäle, über die Produkte und Dienstleistungen wirksam vermarktet werden können. Wir wollen für Sie in den kommenden Wochen mit einer Serie in unserem Blog ein wenig Licht in's Dunkel bringen, über die Pro’s und Con’s der einzelnen Plattformen berichten und aufzeigen zu welchem Zweck sich welcher Kanal besonders gut eignet.

Weiter geht die Serie mit den beiden größten Suchmaschinen in Deutschland: Google Search Ads und bing. 

Facts

93,3% Marktanteile hat Google auf dem deutschen Suchmaschinenmarkt. Ebenfalls ähnlich verhält sich das im internationalen Vergleich, mit wenigen Ausnahmen wie Russland oder China. Nur knappe 3% Marktanteil hat der Microsoft Konkurrent bing. Lohnt es sich somit überhaupt anderswo Suchmaschinenwerbung zu schalten? Dem wollen wir im zweiten Teil unseres Online Marketing Checks nachgehen. Mit einem Vergleich von Googles AdWords und dem Suchmaschinenmarketing mit Hilfe von bing. 

Ad Formate

Weil es im heutigen Artikel um den expliziten Vergleich der Werbung innerhalb beider Suchmaschinen gehen soll, lassen wir die Möglichkeiten der Displaywerbung außen vor und schauen uns genauer an, welche Möglichkeiten es gibt, Suchende mit Werbung zu erreichen.

Was die Formate der Anzeigen innerhalb von Google und bing angeht, hat man es hier als Online Marketeer recht einfach - die sind nämlich exakt gleich. Das hat sicher auch damit zu tun, dass bing möglichst wenig Aufwand für die Werbetreibenden sicherstellen möchte, die sich dazu entschließen neben Google auch bing als Werbeplattform zu nutzen. Kampagnen, Keywords, Anzeigen etc. können ganz einfach aus dem AdWords Editor in den bing Editor übertragen, die entsprechenden Einstellungen angepasst und das ganze hochgeladen werden. 
Ebenfalls gleich verhält es sich mit bing Shopping - auch hier können die Daten, die für Google schon bereitgestellt worden sind ganz einfach auch für Shopping Kampagnen innerhalb von bing genutzt werden. Man muss hierzu ebenfalls ein Merchant Center anlegen, kann aber in den meisten Fällen den selben Feed verwenden, den man auch für Google Shopping nutzt.

Reichweite und Zielgruppen

Etwas unterschiedlicher sind beide Lösungen dann schon, wenn man sich Reichweite und Zielgruppen genauer anschaut. 

Ganz klar abweichend sind die absoluten Unique User, die erreicht werden können - das lässt sich schon aus den Marktanteilen der beiden Suchmaschinen schlussfolgern. Das Suchvolumen innerhalb Googles ist um ein vielfaches größer. 
Betrachtet man aber die vermuteten Gründe, weshalb bing sich innerhalb weniger Jahre von weniger als 1% auf 3% Marktanteil hat verbessern können, stößt man auf eine interessante Analogie: Nach dem Launch von Windows 10 und der damit einhergehenden Voreinstellung vieler Geräte, dass bing die Standardsuchmaschine des Geräts ist, haben eine beträchtliche Anzahl User diese nicht umgestellt. Ebenso gilt dies für Benutzer, deren Arbeitsplatz mit Microsoft-Produkten und der Bing-Suche als Standard ausgestattet ist. In vielen Einschätzungen von Online Marketing-Experten, die man im Netz so findet, lässt sich auch herauslesen, dass das Bing-Netzwerk als „business-lastiger" wahrgenommen wird, was gerade für den B2B-Bereich eine nützliche Erkenntnis darstellt. Genaue Daten zu demographischen Unterschieden zwischen den Nutzern beider Suchmaschinen gibt es leider noch keine.

Ziele und Kosten

Mit Hilfe von Suchmaschinenwerbung lassen sich von Neukundenakquise bis hin zu Kauf- und Wiederkaufabsicht viele Kommunikationsziele realisieren. Mit Hilfe von Möglichkeiten wie Remarketing, Targeting und dem Nutzen von Shopping Ads, können in beiden Suchmaschinen passgenau die Kampagnen und Anzeigen auf Ihre unternehmenseigenen Vorhaben angepasst werden. Was also tun?

Generell empfehlen wir Kunden immer den Einstieg in Suchmaschinenwerbung über Google AdWords. Schlicht und ergreifend dem Umstand geschuldet, dass die Potenziale dort aufgrund des riesigen Suchvolumens größer sind. So lassen sich auch schneller und effektivere Daten sammeln, um die Strategie kontinuierlich zu überprüfen und anzupassen. Anzeigen innerhalb von bing sind aber dennoch keinesfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Durch die geringere Konkurrenz sind bing Ads oftmals sehr performancestark und auch die CPCs sind fast überall kostengünstiger als innerhalb von Google AdWords. 
Sinn macht es für viele Werbetreibende die bestehenden Kampagnen in Google AdWords mit entsprechenden Kampagnen in bing zu ergänzen. So kann die Zielgruppe erreicht werden, die Google nicht als Standardsuchmaschine für sich nutzt und das komplette Potenzial von Suchmaschinen Werbung im Allgemeinen ausgeschöpft werden. Gerade, wenn Anzeigen im AdWords Bereich sich schon am Maximum möglicher Impressionen bewegen, ist es oftmals kaum möglich ohne überproportional großen Mehreinsatz von Budget, die Menge an Besuchern der gewünschten Landingpage zu steigern. Dann empfiehlt es sich eher, das weitere Budget in bing zu investieren um dort unter deutlich geringeren Kosten eine gleichwertige Besuchermenge zu akquirieren.

Sind Sie neugierig geworden und möchten Sie von unser eine nähergehende Beratung zum Thema Suchmaschinenwerbung oder eine Einschätzung, ob sich bing Ads für Sie lohnen könnten? Wir stehen wie immer gerne mit Rat und Tat zur Seite!