Amazons Start bei Google Shopping & mögliche Auswirkungen

Jeder Werbetreibende ist sich der großen Konkurrenz im digitalen Marketing bewusst, die im AdWords Bereich auf dieselben Keywords bietet und mit der man sich letztendlich in den „Auktionskampf“ um die besten Plätze begibt. 

Bei vielen Kunden, die Produkte zum Online-Kauf anbieten, finden sich verschiedene Mitbewerber, die sehr weitgehend für eine Vielzahl an Keywords bieten.

Große Konkurrenz für generische Begriffe

Ein Beispiel hierfür ist Amazon. Der Online-Versandhändler bietet Produkte aus nahezu allen denkbaren Kategorien an (sofern diese im Allgemeinen online kaufbar sind). Entsprechend aggressiv wirbt Amazon im Keyword Advertising auch mit sehr weitgehenden Begriffen. Screenshot Google Suche

Google Suche

Unter diesem Aspekt kann es für kleinere Händler nun schwer werden, bei solch generischen Begriffen rentable Anzeigen zu schalten, wenn von vornherein ein Marktriese wie Amazon obere Platzierungen einnimmt.

Bisher: Amazon nicht bei Google Shopping gelistet

Dies galt nicht für den, auch in 2016 immer mehr in den Fokus rückenden, Bereich von Google Shopping.

Selbst die eigenen Produkte, wie etwa das Amazon Kindle, werden (oder besser gesagt, wurden) in Textanzeigen beworben, während die Produktanzeigen gewissermaßen der Konkurrenz überlassen wurde.

Beispiel Kindle Anzeigen

Amazon testet Google Shopping

Dies war nach der Meinung von vielen Online-Händlern durchaus positiv, könnte sich jedoch schon bald ändern. Diverse Websites haben nun in den USA beobachtet, dass Amazon erstmals in den Produktanzeigen im Google Shopping Bereich ausgespielt wurden.

„Beweise“ dafür liefern diverse Screenshots aus der Google Suche, die sowohl auf Desktop- aus auch Mobilgeräten gesichtet wurden, wie diese Beispiele zeigen:

Quelle: http://www.cpcstrategy.com/blog/2016/12/how-will-amazon-listing-on-google-plas-impact-advertisers/

Quelle: http://www.cpcstrategy.com/blog/2016/12/how-will-amazon-listing-on-google-plas-impact-advertisers/

Quelle:  https://www.merkleinc.com/blog/reversing-course-amazon-testing-google-product-listing-ads-may-be-ramping-efforts

Quelle: https://www.merkleinc.com/blog/reversing-course-amazon-testing-google-product-listing-ads-may-be-ramping-efforts

Allgemein, so beschreibt es Merkle Inc., wurden die Shopping Anzeigen jedoch allem Anschein nach nur sehr vereinzelt getestet. Dies geht daraus hervor, dass aus vielen verschiedenen Produkt-Suchanfragen nur selten Amazon als Anbieter in den Produktanzeigen gelistet wurde. Möchte man dagegen ein Beispiel für eine Textanzeige Amazons finden, sollte dies in wenigen Sekunden machbar sein.

Auswirkungen im Allgemeinen und für den deutschen Markt

Nach diesen ersten Beobachtungen bleibt noch sehr vieles unklar. Erstens natürlich die Frage, ob Amazon tatsächlich einen großflächigen Einstieg in Google Shopping starten wird.

Ist dies der Fall, wird es sehr wahrscheinlich zunächst im US-Markt der Fall sein. Die Frage nach Europa und Deutschland bleibt damit bestehen, bei Erfolgen in den USA kann jedoch – meiner Meinung nach – davon ausgegangen werden, dass weitere Länder folgen.

Die möglichen Folgen liegen auf der Hand. Etablierte Händler mit erfolgreichen Shopping Strategien werden einen sehr mächtigen Mitbewerber bekommen. Auszugehen ist in diesem Fall mit sinkendem Impression Share, sollte Amazon ähnlich aggressiv werben wie es im Keyword-Advertising der Fall ist. Auch steigende Klickpreise sind dadurch zu erwarten. 

Für viele Nutzer ist Amazon zudem ein favorisierter Anbieter, der auf viele loyale Kunden setzen kann. Entsprechend kann von vergleichsweise sehr hohen CTRs von Amazon Anzeigen ausgegangen werden. 

Dies wiederum bedeutet ein Anstieg der Benchmark-CTR für die jeweiligen Produkte, wodurch andere Anbieter vermeintlich schlechter dastehen und dies abermals zu höheren Investments und CPCs führen könnte. 

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